Ehemalige Wachstationen

Sonnensee (Flachslanden)

Der Sonnensee, in den  60er/70er Jahren der beliebteste Badesee der Ansbacher sowie der näheren und weiteren Umgebung, wird seit 1951 von der Ortsgruppe Ansbach betreut. Mit Schwimmbrettern und einem Kajak wurde Hilfe auf dem Wasser geleistet und Personen gerettet, die anschließend in einem Sanitätszelt versorgt wurden.

1963 wurde dann ein Holzhaus als Rettungsstation errichtet. Diese Station war bis 2020 in Betrieb. Zu Beginn der siebziger Jahre konnte dann aus eigenen Mitteln ein Motorrettungsboot mit einem 15-PS-Motor beschafft werden.

Um den Ansprüchen eines modernen Wasser- rettungsdienstes gerecht zu werden, wurde   2006/07 die Wachstation in unzählbaren Arbeitsstunden renoviert, umgebaut und neu eingerichtet. Selbst die Slipanlage wurde komplett erneuert, um unsere Rettungsboote wieder leichter ins Wasser zu bringen. Im Jahr 2015 wurde abschließend der Anlegesteg saniert.

Im Frühjahr des Jahres 2020 fanden erneut umfangreiche Arbeiten an der Wachstation statt. Das obsolete Dach wurde komplett neugedeckt und diverse andere Arbeiten gemacht um die Station zu erhalten.

Bis zur Beendigung des Wachdienstes am Sonnensee übernahm die Wasserwacht Ansbach nicht nur die Betreuung des Sees und des Campingplatzes sondern unterstützt von ihrer Wachstation aus den Rettungsdienst durch sogenannte Helfer vor Ort – Einsätze.

Im Sommer 2020 fand die letzte Wachsaison am Sonnensee statt. Zum Ende des Jahres wurde das Grundstück an die Besitzer zurückgegeben und eine Ära beendet.

Dennenloher See

Im Mai 1977 begann die Wasserwacht Ortsgruppe Ansbach mit dem Wachdienst am neugeschaffenen Dennenloher See. Dort wurde von der Gemeinde extra ein Blockhaus als Station für die Rettungsschwimmer errichtet! Aufgrund der großen Entfernung bekam die Wasserwacht auch ihr erstes Einsatzfahrzeug; einen Ford Transit. Mit der Aufnahme des Wachdienstes wurde auch das Rettungsboot MAX seiner Bestimmung übergeben. Der Dennenloher See ist der kleinste der sieben Seen im Neuen Fränkischen Seenland und war bis zum Bau des Altmühlsees der flächenmäßig größte See in der Umgebung. An Wochenenden mit schönem Wetter gab es am See kein Stück freie Liegewiese mehr. Manche behaupteten, man könne trockenen Fußes über den See laufen, so viele Segel- und Ruderboote, Surfer und Luftmatratzenkapitäne befanden sich auf dem Wasser. Vor der Fertigstellung des Altmühlsees trugen die ansässigen Segelvereine, wie der Yacht Club Ansbach, und der Segel-Surfclub-Oberschwannigen-Gunzenhausen ihre Regatten auf dem Dennenloher See aus. Somit gab es auch sehr viel Arbeit für die Wasserwacht. Mit Eröffnung der größeren Seen des Fränkischen Seenlandes wanderten immer mehr Besucher an den Altmühlsee ab.

Im Jahr 2003 wurde der Jugendzeltplatz am See umgestaltet. Dadurch erhoffte man sich steigende Besucherzahlen. Auch die Wasserwacht nahm im darauf folgenden Jahr eine neue Wachstation in Betrieb, von welcher aus der Badestrand besser eingesehen werden konnte.

Trotz allen Neuerungen stiegen die erhofften Besucherzahlen  ebenso wie die Einsatzzahlen nicht an. Als dann die Verträge für die neue Wasserrettungsstation in Wald am Altmühlsee abgeschlossen waren, entschloss sich die Leitung der Kreiswasserwacht zusammen mit der Ortsgruppenleitung aus Ansbach den festen Wachbetrieb in Dennenlohe nach 30 Jahren einzustellen. Bei Großveranstaltungen am See sowie bei Übungen ist die Wasserwacht Ansbach trotzdem weiterhin vor Ort.

Ansbacher Bad

Die wohl älteste Wachstation der Ortsgruppe Ansbach befand sich im Freibad Ansbach. Seit 1952 unterstützten die freiwilligen Rettungsschwimmer die Bademeister bei der Beckenbeaufsichtigung und leisteten Erste Hilfe. Mit Bau des Hallenbades in den 70er Jahren bekam die Wasserwacht eine weitere Wirkungsstätte, die auch im Winter betreut wurde. Nachdem dann 1989 das heutige AQUELLA eröffnet wurde, erweiterte sich das Aufgabengebiet noch stärker.

Von 1990 bis zur Schließung des Kaltbeckens im Jahre 1992 wurde dieses an schönen Wochenenden im Sommer von der Wasserwacht, im Wechsel mit der DLRG, selbständig betreut. Für unsere Rettungsschwimmer gab es immer genügend Arbeit, von der Rettung Ertrinkender bis zu schweren Erste-Hilfe-Leistungen. An manchen heißen Tagen befanden sich über fünftausend Personen im Bad, die betreut werden mussten. Die Einsätze dort gestalteten sich sehr vielfältig, von kleineren Wunden bis hin zu schweren Verletzungen oder akuten Notfällen. Heutzutage ist im Sommer eine Betreuung des Freibades kaum möglich, da unsere Einsatzkräfte an unseren zwei Freigewässern ihren Dienst ableisten.