Wasserrettungsdienst

Wachdienst bzw. Wasserrettungsdienst

Die BRK – Wasserwacht Ortsgruppe Ansbach ist im „Fränkischen Seenland“ an der Durchführung des Wasserrettungsdienstes beteiligt. Dazu besetzen wir von Anfang Mai bis Ende September in Muhr am Altmühlsee, in Wald am Altmühlsee und am Sonnensee bei Flachslanden je eine Wachstation. In Muhr und Wald geschieht das mit Unterstützung anderer Wachmannschaften, wobei der Löwenanteil von der Ortsgruppe Ansbach abgeleistet wird. Die Wachstationen sind an allen Wochenenden sowie Feiertagen mit Einsatzfahrzeugen, Rettungsschwimmer und Motorboot besetzt. Im Rahmen des Wachdienstes werden regelmäßig gekenterte Segelboote aufgerichtet und ans Ufer geschleppt, Erste Hilfe an Badegästen, Fahrradfahrern oder Ausflüglern geleistet, vermisste Kinder gesucht oder Schwimmer an Land gebracht. Neben dem Einsatz im und am Wasser, der Hauptaufgabe der Wasserwacht, wird von unseren drei Wachstationen auch der Landrettungsdienst unterstützt. Kommt es zu Notfällen in der Nähe der Wachstation, werden die Rettungskräfte der Wasserwacht zu so genannten „Helfer vor Ort“ - Einsätzen alarmiert und leisten bis zum Eintreffen des regulären Landrettungsdienstes professionelle Erste Hilfe.

Für Anfragen zum Wasserrettungsdienst steht ihnen unser Technischer Leiter, Christian Grede, gerne zur Verfügung.

 

Näheres zu unseren Wachstationen

 

Altmühlsee Wachstation Muhr

Seit Ostern 1985 ist die Wasserwacht Ansbach auch am Altmühlsee präsent. Schon am Karfreitag 1985, der See war noch nicht mal offiziell freigegeben, betreute die Wasserwacht mit einem Motorboot die erste Regatta.

Die Wachstation der Wasserwacht Ansbach in Muhr am See wurde dann im Sommer ihrer Bestimmung übergeben. Am Anfang kam das Motorrettungsboot vom Dennenloher See zum Einsatz, das sich aber sehr schnell als zu klein erwies. Für die nächste Saison erhielten wir leihweise ein großes Einsatzboot vom Chiemsee, das bis 1988 eingesetzt wurde. Im Sommer 1988 wurde das Motorrettungsboot ALF feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Die Einsätze stiegen am Anfang sprunghaft an. Diese reichten von leichteren Hilfeleistungen an Wassersportlern über Bootsunfälle und Unfälle an Land bis zur Suche nach ertrunkenen Personen. Mittlerweile haben sich die Anfangswogen leicht gelegt, und die Besucher lernen mit den Besonderheiten des Sees, Wind und Wetter besser umzugehen. Im Sommer 2003 musterte die Wasserwacht das Motorrettungsboot ALF aus, und nahm ein neues Finnisches Aluminiumboot vom Bautyp "Buster XXL" in Betrieb. Die Leitung der Kreiswasserwacht taufte das neue Motorrettungsboot im September 04 feierlich auf den Namen "Dagobert"

 

 

Altmühlsee Wachstation Wald

Bereits während der Planungen für den Altmühlsee wurde an zwei Wasserrettungsstationen gedacht. So kam es, dass 1985 mit der Entstehung zweier Seezentren die Stationen "Muhr" (betrieben durch die Kreiswasserwacht Ansbach) und "Schlungenhof" (betrieben durch die Wasserwacht Gunzenhausen) den Wachbetrieb am Altmühlsee aufnahmen.

Im Jahr 1990 errichtete der Zweckverband Altmühlsee auf der Westseite des Sees eine neue Erholungsanlage mit Badestrand in Höhe der Gemeinde Wald. Nachdem sich in den späten neunziger Jahren der Badebetrieb in Wald weiter vergrößerte, lag es nahe dort die dritte Rettungsstation zu eröffnen. Der Zweckverband des Altmühlsees begrüßte dieses Vorhaben und sicherte der Wasserwacht geeignete Räumlichkeiten zu.

In der Wintersaison 2006/07 wurden diese aus- gestattet, so dass am 01.05.2007 zu Beginn der Wachsaison die Station Wald ihren Betrieb aufnehmen konnte. Ebenfalls wie die Wache "Muhr" wird sie von Einsatzkräften der Ortsgruppe Ansbach mit Unterstützung anderer Gruppen betreut. Gerade bei Notfällen auf dem Wasser oder an Land im Bereich Wald kann jetzt noch schneller geholfen werden.

 

Sonnensee

Der Sonnensee, in den  60er/70er Jahren der beliebteste Badesee der Ansbacher sowie der näheren und weiteren Umgebung, wird seit 1951 von der Ortsgruppe Ansbach betreut. Mit Schwimmbrettern und einem Kajak wurde Hilfe auf dem Wasser geleistet und Personen gerettet, die anschließend in einem Sanitätszelt versorgt wurden.

1963 wurde dann ein Holzhaus als Rettungsstation errichtet. Diese Station ist bis heute noch in Betrieb. Zu Beginn der siebziger Jahre konnte dann aus eigenen Mitteln ein Motorrettungsboot mit einem 15-PS-Motor beschafft werden.

Um den Ansprüchen eines modernen Wasser- rettungsdienstes gerecht zu werden, wurde   2006/07 die Wachstation in unzählbaren Arbeitsstunden renoviert, umgebaut und neu eingerichtet. Selbst die Slipanlage wurde komplett erneuert, um unsere Rettungsboote wieder leichter ins Wasser zu bringen. Im Jahr 2015 wurde abschließend der Anlegesteg saniert.

Heute übernimmt die Wasserwacht Ansbach nicht nur die Betreuung des Sees und des Campingplatzes sondern unterstützt von ihrer Wachstation aus den Rettungsdienst durch sogenannte Helfer vor Ort - Einsätze.

 

Wachdienst Küste

Bereits in früheren Jahren waren Rettungsschwimmer der Ansbacher Wasserwacht an den Stränden der Ostsee im Einsatz. Auch in den letzen Jahren waren Einsatzkräfte aus unserem Nachwuchsbereich immer wieder zur Unterstützung des Wasserrettungsdienstes vor Ort. Dort wurden sie an den fünf verschiedenen Stränden der Kieler Förde eingesetzt.

 

Ehemalige Wachstationen

 

Dennenloher See

Im Mai 1977 begann die Wasserwacht Ortsgruppe Ansbach mit dem Wachdienst am neugeschaffenen Dennenloher See. Dort wurde von der Gemeinde extra ein Blockhaus als Station für die Rettungsschwimmer errichtet! Aufgrund der großen Entfernung bekam die Wasserwacht auch ihr erstes Einsatzfahrzeug; einen Ford Transit. Mit der Aufnahme des Wachdienstes wurde auch das Rettungsboot MAX seiner Bestimmung übergeben. Der Dennenloher See ist der kleinste der sieben Seen im Neuen Fränkischen Seenland und war bis zum Bau des Altmühlsees der flächenmäßig größte See in der Umgebung. An Wochenenden mit schönem Wetter gab es am See kein Stück freie Liegewiese mehr. Manche behaupteten, man könne trockenen Fußes über den See laufen, so viele Segel- und Ruderboote, Surfer und Luftmatratzenkapitäne befanden sich auf dem Wasser. Vor der Fertigstellung des Altmühlsees trugen die ansässigen Segelvereine, wie der Yacht Club Ansbach, und der Segel-Surfclub-Oberschwannigen-Gunzenhausen ihre Regatten auf dem Dennenloher See aus. Somit gab es auch sehr viel Arbeit für die Wasserwacht. Mit Eröffnung der größeren Seen des Fränkischen Seenlandes wanderten immer mehr Besucher an den Altmühlsee ab.

Im Jahr 2003 wurde der Jugendzeltplatz am See umgestaltet. Dadurch erhoffte man sich steigende Besucherzahlen. Auch die Wasserwacht nahm im darauf folgenden Jahr eine neue Wachstation in Betrieb, von welcher aus der Badestrand besser eingesehen werden konnte.

Trotz allen Neuerungen stiegen die erhofften Besucherzahlen  ebenso wie die Einsatzzahlen nicht an. Als dann die Verträge für die neue Wasserrettungsstation in Wald am Altmühlsee abgeschlossen waren, entschloss sich die Leitung der Kreiswasserwacht zusammen mit der Ortsgruppenleitung aus Ansbach den festen Wachbetrieb in Dennenlohe nach 30 Jahren einzustellen. Bei Großveranstaltungen am See sowie bei Übungen ist die Wasserwacht Ansbach trotzdem weiterhin vor Ort.

 

Das Ansbacher Bad

Die wohl älteste Wachstation der Ortsgruppe Ansbach befand sich im Freibad Ansbach. Seit 1952 unterstützten die freiwilligen Rettungsschwimmer die Bademeister bei der Beckenbeaufsichtigung und leisteten Erste Hilfe. Mit Bau des Hallenbades in den 70er Jahren bekam die Wasserwacht eine weitere Wirkungsstätte, die auch im Winter betreut wurde. Nachdem dann 1989 das heutige AQUELLA eröffnet wurde, erweiterte sich das Aufgabengebiet noch stärker.

Von 1990 bis zur Schließung des Kaltbeckens im Jahre 1992 wurde dieses an schönen Wochenenden im Sommer von der Wasserwacht, im Wechsel mit der DLRG, selbständig betreut. Für unsere Rettungsschwimmer gab es immer genügend Arbeit, von der Rettung Ertrinkender bis zu schweren Erste-Hilfe-Leistungen. An manchen heißen Tagen befanden sich über fünftausend Personen im Bad, die betreut werden mussten. Die Einsätze dort gestalteten sich sehr vielfältig, von kleineren Wunden bis hin zu schweren Verletzungen oder akuten Notfällen. Heutzutage ist im Sommer eine Betreuung des Freibades kaum möglich, da unsere Einsatzkräfte an unseren zwei Freigewässern ihren Dienst ableisten.